Lehrstuhl für Virtuelle Produktentwicklung (VPE)

TRANSFORM (Trusted European SiC Value Chain for a greener Economy)

Ziel

Übergeordnetes Ziel von TRANSFORM ist der Aufbau einer vollständigen und wettbewerbsfähigen europäischen Lieferkette für Leistungselektronik auf Basis von Siliziumkarbid (SiC)-Leistungshalbleitern. SiC-Technologien der nächsten Generation werden unterstützt und entwickelt. TRANSFORM setzt technische Ziele und beinhaltet einige revolutionäre Innovationen, die außereuropäische Technologien überholen und zu anwendungsgerechter, qualitativ hochwertiger, zuverlässiger und gesicherter Mengenversorgung und zu geringeren Kosten mit nachhaltigen Prozessen führen.

Hauptziel dieses Teilvorhabens ist die Entwicklung eines zuverlässigen interdisziplinären Co-Development-Ansatzes auf Basis einer neuen kollaborativen, harmonisierten, interdisziplinären und lösungsraumspezifischen Entwicklungs -methodik sowie geeigneter Methoden und Prozesse, der eine wissensbasierte Engineering-Kooperation in SiC-Wertschöpfungsnetzwerken ermöglicht und dadurch auch eine zukünftige Industrialisierung in Europa sicherstellt.

Die Entwicklung eines kollaborativen, interdisziplinären, phasen- und domänenübergreifenden Systementwicklungs -prozesses sowie von Feedback-Informationsprozessen in der Produktentwicklung wird zur Unterstützung von SiC-Wertschöpfungsnetzwerken und -Lieferketten dienen (aufgrund von sich gravierend ändernden Entwicklungsabläufen, insbesondere in der frühen Phase). Grundlage der Optimierung der Prozesskette ist ein Ansatz des Model-Based Systems Engineering (MBSE), basierend auf digitalen Modellen und der Verwendung von Standards.

Durch Aufbau einer integrierten, ganzheitlichen und interdisziplinären Gesamtsystemarchitektur und eines integrierten durchgängigen Anforderungsmanagements mit Methoden und Lösungen von MBSE und Product Lifecycle Management werden die Konsistenz und Zuverlässigkeit entscheidungskritischer Informationen und damit auch die Nachvollziehbarkeit getroffener Entscheidungen in SiC-Wertschöpfungsnetzwerken beim Auflösen und Formulieren von Anforderungen verbessert.

 

Konsortialpartner:

Projektlaufzeit: 05/2021 - 04/2024

Gesamtfördersumme EU: ca. 20 Mio. €

Gesamtvolumen: ca. 90 Mio. €

Projektförderung:

Ansatz

TUK-VPE wird bei der Entwicklung des interdisziplinären Co-Development-Ansatzes für SiC-Wertschöpfungsnetzwerke, der auf einer neuen Methodik und geeigneten Methoden und Prozessen basiert, neue Erkenntnisse und Ergebnisse erzielen. Zu erwartende Ergebnisse sind u.a. die Entwicklung eines Wertschöpfungs- und Kooperationsmodells, die Definition eines interdisziplinären, domänenübergreifenden Entwicklungsprozesses, ein SiC-Wertschöpfungsnetzwerk-spezifisches System- und Komponenten-Metamodell, ein domänenübergreifendes und Wertschöpfungsnetzwerk-orientiertes Anforderungs- und Datenmanagement sowie offene, flexible IT-Integrationsansätze für Vernetzung und den Datenaustausch in neuen SiC-Wertschöpfungsnetzwerken (verschiedenste Domänen und Disziplinen, digitale Produktmodelle mit realen Produktzwillingen etc.) auf Basis von Standards. TUK-VPE wird hierbei eine konsistente Semantik für die Domänenübergreifende Anforderungsdefinition und Kollaboration mit der Möglichkeit zur Beschreibung von Lösungsräumen aufbauen, sowie über digitale Modelle und nationale/internationale Standards eine eindeutige und damit auch austauschbare formale Meta-Daten-Ebene bereitstellen. Weitere Ergebnisse ergeben sich durch Tätigkeiten zur Einbringung der Anforderungen in die internationale Standardisierung zur Absicherung der Methoden und Prozesse.

 

Kontakt

Dipl.-Ing. Jonas Gries

gries(at)mv.uni-kl.de

+49 631 205 3787

Yannick Juresa M.Sc.

juresa(at)mv.uni-kl.de

+49 631 205 2312

Dipl.-Ing. Damun Mollahassani

mollahassani(at)mv.uni-kl.de

+49 631 205 5201

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